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Stellungnahme des DBSH Sachsen


Stellungnahme des DBSH: Menschenverachtenden Tendenzen in unserer Gesellschaft entschieden entgegenwirken

 

"Uns alle beschäftigen die Ereignisse in Chemnitz und in ganz Sachsen. Die Instrumentalisierung der Vorfälle durch Rechtspopulist*innen und Rechtsextremist*innen, die mediale Mobilmachung, die Aufmärsche, Gewalttaten und Hetzjagden sowie die teilweise offene Zustimmung oder zumindest passive Duldung menschenverachtender Parolen und Handlungen durch breite Bevölkerungsschichten zeigen auf erschütternde Weise, wie brüchig das Bekenntnis zu demokratischen Grundwerten und unveräußerlichen Menschenrechten in unserer Gesellschaft ist. Wir dürfen nicht zulassen, dass die tiefgreifende Verunsicherung vieler Bürger*innen dahingehend ausgenutzt wird, dass Vorurteile gegenüber einzelnen Menschen oder ganzen Bevölkerungsgruppen und ein Klima der Angst und des Hasses geschürt werden.

In der Sozialen Arbeit haben wir als Fachkräfte eine besondere Verantwortung, uns für Personen und Bevölkerungsgruppen einzusetzen, die diskriminiert, angefeindet und ausgegrenzt werden. Unser Auftrag ist es, Menschen bei der selbstbestimmten Gestaltung ihres Lebens nach demokratischen Prinzipien zu unterstützen und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Soziale Arbeit tritt anwaltschaftlich für die Wahrung von Menschenrechten und gegen die Abwertung von Menschen oder den ihnen zur Verfügung gestellten Hilfen ein. Gerade die prägenden Ereignisse der letzten Woche, die stellvertretend für die vielen Anfeindungen und Bedrohungen stehen, denen verschiedene Menschen in Sachsen und anderen Teilen von Deutschland alltäglich ausgesetzt sind, erfordern eine entschiedene, solidarische Stellungnahme unseres Berufsstandes, durch die wir als Fachkräfte zeigen, dass Menschenrechte als Leitidee in der Sozialen Arbeit mehr als ein bloßer Theoriebezug sind. Vielmehr müssen sie die berufsethische Grundlage unserer Haltung sein, nach der wir unser berufliches Handeln aktiv ausrichten und kontinuierlich kritisch reflektieren. Ein Blick in die Geschichte unseres Berufsstandes zeigt, dass uns das in vergleichbaren zeitgeschichtlichen Situationen nicht immer gelungen ist. Es ist unsere Verantwortung, dazu beizutragen, dass sich derartige Entwicklungen nicht wiederholen. Eine professionelle Haltung in der Sozialen Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass wir bereit sind, unsere eigenen Einstellungen und Verhaltensweisen kritisch zu reflektieren und menschenverachtenden Tendenzen in unserer Gesellschaft durch entschiedenes Handeln offensiv entgegenzuwirken."

Quelle: https://www.dbsh-sachsen.de/

Komplette Stellungnahme: hier



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